FDP Fraktionsvorsitzender Christopher Vogt : „Integrationsbemühungen müssen belohnt werden!“

Zu einem Meinungsaustausch mit dem Unternehmensverband Ostholstein- Plön traf sich der Vorsitzende der FDP Landtagsfraktion Christopher Vogt, MdL, mit dem Vorstandsvorsitzenden Werner Süß und dem Geschäftsführer Hannes Wendroth.

Werner Süß

Süß begann den Austausch mit bemerkenswerten Worten: „Wenn ich meine Rede aus der Zeit meines Amtsantritts von vor acht, neu Jahren anschaue, muss ich leider sagen: vieles von dem ist heute noch gültig!“

Der Unternehmensverband Ostholstein-Plön soll einen direkten Kontakt zwischen den Unternehmen herstellen und über ein „Wir-Gefühl“ auch zu Engagement für die Sache und untereinander animieren, stellte Geschäftsführer Wendroth den freiwilligen Zusammenschluss vor. Dabei müsse man mit seinem Angebot stets attraktiv sein.

Beispiele aus der Praxis über den Weg Unternehmensverband wolle man so auch in die Politik bringen, um dort Ansatzpunkte für Verbesserungen zu platzieren. Aktuell haben es die Unternehmen zunehmend schwer, Bewerber für offene Stellen zu finden. Für Süß heißt daher die Aufgabe: Wie bringen wir Migrantinnen und Migranten in Arbeit? Zunächst ist die Sprache der Schlüssel zum Erfolg.

Christopher Vogt ergänzte, dass es in der jüngsten Vergangenheit eine Wende gegeben habe: während man Asylbewerber vorher zunächst nicht in die Arbeitsprozesse eingliedern wollte, ist es nun konkrete Aufgabe, Menschen in qualifizierte Arbeit zu bringen: „Wir müssen dabei vermitteln, wie wichtig eine Qualifikation ist. Und dazu gehört selbstverständlich die Sprache.“

Dabei müssen die Unternehmen unterstützt werden, die bei der Integration und Qualifizierung von Menschen  einen wesentlichen Part einnehmen. Diese Leistung müsse belohnt werden.

Vogt hält es auch für nicht hinnehmbar, dass sich eine Gesellschaft eine so hohe Zahl von jungen Menschen ohne Schulabschluss leistet.

Insgesamt sei man in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg. Süß diktierte aber ins Aufgabenheft, dass man Planungen beschleunigen, die Vergabekriterien verstätigen und die Bürokratie abbauen müsse, um den Mittelstand dauerhaft zu unterstützen. Dabei forderte er auch, dass das Verbandsklagerecht auf den Prüfstand müsse.

Man müsse daher über Wahlperioden hinaus denken und Leiplanken ziehen, die auch danach noch Wirkung erzielen.

Dem stimmte Vogt zu, um nicht ohne einem gewissen Stolz darzustellen, dass man in Sachen Investitionen einen Turn-around durchgesetzt habe: „Wir haben den Anteil von 6,6 auf 10,2 Prozent heben können. Diese Steigerung ist Ergebnis unserer Jamaika- Verhandlungen. Hier haben wir unsere Regierungspartner überzeugen können, dass es wichtig ist, z.B. in die Infrastruktur zu investieren. Nur so werden wir es schaffen, Schleswig-Holstein einen dauerhaft positiven Finanzplan zu präsentieren. Auch dies gehört zu unserem Projekt des Mittelstandsfreunlichsten Bundesland“.

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