Redebeitrag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Breiter

Kreistagssitzung 20.06.2017

TOP 5, Personalbericht

Redebeitrag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Breiter

 

 

Anrede

Wie in jedem Jahr, so hat die Verwaltung auch zur heutigen Kreistagssitzung wieder einen sehr umfangreichen und informativen Bericht über die Personal und Organisationsentwicklung der Kreisverwaltung vorgelegt. Dafür danke ich im Namen der FDP-Fraktion den dafür verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich.

Meine Damen und Herren, neben vielen Details sind es seit Jahren insbesondere zwei Bereiche, denen unsere besondere Aufmerksamkeit gilt.

Es ist die Entwicklung der Beschäftigtenstruktur, sprich Altersstruktur, die Ausbildung von Nachwuchskräften sowie der Frauenanteil und als weiteres, der hohe Krankenstand.

 

Beim Frauenanteil geht es ja in erster Linie um eine Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen. Ich denke, hier ist es in den letzten Jahren bereits zu Verbesserungen gekommen. Etwas Geduld ist allerdings gefragt, da Stellen erst frei werden müssen um sie dann neu zu besetzten und sich damit Chancen auch für Frauen ergeben.

Meine Damen und Herren, große Anstrengungen sind insbesondere auch erforderlich, um die Auswirkungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Wenn wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass über ein Drittel der Beschäftigten in den nächsten 10 – 15 Jahren aus Altersgründen ausscheidet und das Durchschnittsalter rund 47 Jahre beträgt, dann gewinnt das Thema Nachwuchsgewinnung und Förderung eine besondere Bedeutung.

Auf diesem Gebiet hat der Kreis bereits Konsequenzen gezogen, indem er das Angebot an Ausbildungsplätzen für Auszubildende und Beamtenanwärter schon in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Trotz einer stattlichen Zahl an interessierten Bewerbern in jedem Jahr, wird es aber zunehmend schwerer auch geeignete Nachwuchskräfte zu gewinnen. Dabei nutzt die Verwaltung ganz offensichtlich alle vorhandenen Möglichkeiten. Von Schulveranstaltungen bis hin zu Ausbildungsmessen. Bei der Gewinnung von Nachwuchskräften steht sie aber auch im harten Wettbewerb auf einem aufnahmefähigen Arbeitsmarkt.

 

Meine Damen und Herren,

seit Jahren steht der hohe Krankenstand ganz besonders im Blickpunkt. Und er ist auch im letzten Jahr wieder angestiegen. Nun müssten uns leichte Abweichungen von Jahr zu Jahr nicht beunruhigen. Hier haben wir es aber mit einer jährlichen Steigerung zu tun. Um genau zu sein, von 22,49 Ausfalltagen im Jahr 2013 auf 37,57 Ausfalltage 2017.

Ursache für die hohen Durchschnittswerte ist die große Zahl an Langzeitkranken.

2016 immerhin bereits 96 Kräfte.

Meine Damen und Herren,

nach Auffassung der FDP-Fraktion hat die Verwaltung bereits eine ganze Reihe von Maßnahmen getroffen, um den Krankenstand zu reduzieren. Leider bisher ohne einen durchschlagenden Erfolg.

Ich denke es ist notwendig, zunächst einmal noch intensiver nach den Ursachen zu forschen.

Dies muss ein Schwerpunkt des Gesundheitsmanagements sein, für das wir eine Planstelle zu Verfügung gestellt haben. Hier erwarten wir in absehbarer Zeit aufschlussreiche Informationen und praktische Vorschläge zur Umsetzung.

 

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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