Zusammenarbeit bei großen Infrastrukturprojekten

Dänemark und Österreich zeigen wie man Konflikte bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten weitgehend vermeidet

„Die Nachricht von der Vereinbarung über eine Zusammenarbeit der beiden Vorhabenträger, Fehmern A/S für den Fehmarnbelt Tunnel und BBT SE für den Brenner Basistunnel, zeigt, wie entschlossen und zielorientiert in diesen Ländern große Infrastukturmaßnahmen umgesetzt werden, sagte der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter. Immerhin handele es sich dabei um Herzstücke des Skandinavisch-Mediterranen TEN Korridors von Finnland nach Malta.

 

„Wer einmal die Gelegenheit hatte, die Brenner Basistunnelbaustelle zu besuchen und vor Ort mit Betroffenen zu spechen wird erkennen, warum es dort kaum Widerstände gegen das Bauvorhaben gibt“, sagte Breiter. Im Wesentlichen seien es, wie auch in Dänemark, die Vorhabenträger, die in ihren Ländern ausgesprochen vertrauensvoll und flexibel auf die Belange der betroffenen Bürger eingehen.

Davon sei man in Deutschland bei der Hintelandanbindung noch ein Stück entfernt, so Breiter. Der Vorhabenträger zeige bisher nicht die erforderliche Transparenz und Flexibilität. Bei den politisch Verantwortlichen fehle es an der nötigen Identifikation mit dem Projekt und vielen Befürwortern fehle es an dem Mut, sich offen zu dem Vorhaben zu bekennen, sagte Breiter. Dies seien aber wichtige Voraussetzungen, um, wie in Österreich und Dänemark, eine positive Stimmung in der Bevölerung zu erzeugen.

„Wer die Einschränkung des Individualverkehrs fordert und Güter von der Straße auf die Schiene bringen will, der muss auch den Ausbau des Schienennetzes akzeptieren“, sagte Breiter mit Blick auf die Gegner der Fehmarnbelt Querung und Hinterlandanbindung abschließend.

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