Weniger Symbolpolitik, mehr konkrete Hilfen

„Die Änderung von Begriffen führt nicht automatisch zu Verbesserungen für die Betroffenen.“ Mit dieser Bemerkung reagiert der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter auf einen Vorschlag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Burkhard Klinke. Klinke schlägt vor, den Beirat für Menschen mit Behinderung umzubenennen, da er den Begriff Behinderung für diskriminierend und stigmatisierend hält.

 

Damit folge der SPD-Fraktionsvorsitzende einem Trend, der bereits seit einigen Jahren zu beobachten sei, so Breiter. Berufe und Institutionen würden aus vermeintlich imageverbessernden Gründen umbenannt, obwohl sich Jahrzehnte davor niemand daran gestört hat. So sei aus Krankenschwestern und Krankenpflegern Gesundheitspfleger und aus dem Arbeitsamt die Agentur für Arbeit geworden.

Wichtiger als die Symbolik neuer Bezeichnungen sei die qualitative Verbesserrungen von Leistungen und Angeboten, sagte Breiter. „Daher sollten wir uns im Kreistag weniger mit der Suche nach einem neuen Namen für den Beirat für Menschen mit Behinderung beschäftigen, sondern weiter an einer Verbesserungen der Hilfen für die betroffenen Menschen arbeiten“, empfiehlt Breiter.

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