Keine Doppelstrukturen schaffen

„Zweifellos ist die Vereinbarung von Familie und Beruf eine zentrale Herausforderung.“ „Und genauso wichtig ist es, bei Unternehmen um familiengerechte Arbeitsplätze zu werben:“ Mit dieser Feststellung reagiert der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter auf die Anträge des Gleichstellungsbeirates sowie den Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf Schaffung einer neuen Stelle. Wie aus den Anträgen hervorgeht soll eine Stelle geschaffen werden, deren Inhaberin/Inhaber Unternehmen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf beraten und unterstützen soll. Unabhängig davon, ob für diese Aufgabe EU-Fördermöglichkeiten bestehen stelle sich die Frage nach der Zuständigkeit der Kreisverwaltung, sagt Breiter. Er bezweifle diese. In Zeiten knapper Haushaltsmittel solle sich der Kreis auf seine Kernaufgaben beschränken.

In der Zwischenzeit habe sich das Jobcenter dieser Aufgabe, wo sie auch hingehöre, bereits angenommen. Zusammen mit der Kreishandwerkerschaft, dem Unternehmensverband, des DEHOGA und dem Kreis Ostholstein werbe das Jobcenter für familienfreundliche Angebote in Betrieben, so Breiter. Außerdem habe sich im Juli 2014 eine Arbeitsgemeinschaft Familie und Beruf gegründet, die ebenfalls durch den Kreis Ostholstein, die Bürger-Stiftung Ostholstein und die Sparkassenstiftung getragen werde. Auch die habe das Ziel, sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Mangel an Institution gebe es also nicht, und die Beteiligung des Kreises sei dort bereits vorhanden, sagte Breiter. Die Bereitstellung einer zusätzlichen Stelle beim Kreis führe zu Doppelstrukturen. Diese lehne die FDP-Kreistagsfraktion grundsätzlich ab. Doppelstrukturen seien nicht effektiv und kosten zusätzlich Geld, sagte Breiter.

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