Ausbau der Stromnetze in Ostholstein

„Die Diskussion um den Bau der 380-kV Stromtrasse zwischen Göhl und Lübeck hat in den letzten Tagen wieder Fahrt aufgenommen“, stellt der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter in seiner aktuellen Pressemitteilung fest. „Sowohl der Umweltminister wie auch Naturschützer und der Bauernverband haben sich in den Medien zu Wort gemeldet.“

Es sei erfreulich, dass sich die Akteure jetzt auf einen Realisierungszeitplan geeinigt haben, sagte Breiter. Gleichzeitig werde aber auch deutlich, dass die Beteiligten und die Betroffen durchaus unterschiedliche Interessen vertreten, die es zu verbinden gelte. Unstrittig unter den Befürwortern der Energiewende sei aber die Notwendigkeit des Ausbaus der Stromnetze.

 

Der Forderung der Naturschützer nach einer Erdverkabelung würde die FDP gern beitreten, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende. Damit könnten viele Akzeptanzprobleme vermieden werden. Nach den bisherigen Aussagen des Netzbetreibers TenneT scheitere dies nicht nur an den deutlich höheren Kosten, sondern insbesondere an technischen Schwierigkeiten, die auch ausführlich beschrieben wurden.

Gleichzeitig unterstützt die FDP-Kreistagsfraktion die Forderung des Bauernverbandes auf Bündelung der bestehenden 110-kV-Leitung mit der neuen Trasse.

Breiter bedauert, dass Ulrich Markmann vom BUND das im Zusammenhang mit der Trassenfindung vorgesehene Dialogverfahren bereits im Vorwege als Beruhigungspille bezeichnet. „Wer so argumentiert, kann auch gleich auf das Verfahren verzichten“, sagte Breiter. Dass auch ein Dialogverfahren nicht alle Wünsche und Forderungen von Betroffenen erfüllen kann, sei doch die Lebenswirklichkeit. Entscheidend sei eine höchstmöglich geringe Beeinträchtigung der Bürger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.