Schließung der Geburtshilfe am Standort Oldenburg

Wie kaum anders zu erwarten, habe die erneute Befassung des Kreissozialausschusses mit dem Thema „Schließung der Geburtshilfe der Sana Kliniken am Standort Oldenburg“ zu keinem anderen Ergebnis geführt, stellten das FDP-Ausschussmitglied Dr. Joachim Rinke und der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter fest.

Die FDP-Kreistagsfraktion bedaure die Entscheidung der Sana Klinik, sagte Breiter. Dabei gehe es nicht nur um die weiteren Wege bis zur nächsten Geburtsstation, sondern auch um den Wegfall einer wichtigen Einrichtung der Daseinsvorsorge im Nordkreis. Dr. Rinke fordert daher nachdrücklich, es müsse eine Einrichtung der Geburtshilfe im Nordkreis geben.

Dr. Rinke und Breiter wollten bei so stark rückläufigen Geburtenzahlen in der Klinik Oldenburg den Handlungsbedarf der Sana Geschäftsführung nicht in Frage stellen. Nach ihrer Aussage hätte die FDP-Kreistagsfraktion aber andere Lösungsansätze erwartet. Statt auf die rückläufigen Geburtenzahlen mit einer Zentralisierung der Geburtshilfe in Eutin zu reagieren wäre es sicher sinnvoll gewesen, zunächst nach den Ursachen zu suchen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, sagte Dr. Joachim Rinke. Dies schließe auch eine personelle Neuaufstellung nicht aus. Und Manfred Breiter fragt sich immer noch, warum die in Lensahn ansässige Hebamme ihre Frauen nicht in der Klink Oldenburg entbinden konnte. Allein das hätte die Geburtenzahlen in Oldenburg stabilisieren können.

Abschließend sagten Dr. Joachim Rinke und Manfred Breiter, es bleibe jetzt nur zu hoffen, dass niedergelassene Gynäkologen und Hebammen im Nordkreis gemeinsam eine Lösung finden, damit die Frauen wohnortnah entbinden können, die dies auch wünschen.

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