Kein Ausbau der Stromnetze?

Kein Ausbau der Stromnetze?/SPD-Abgeordnete auf Stimmenfang

 

Als durchsichtige Stimmungsmache in einem Wahljahr bezeichnen der FDP-Kreisvorsitzende Jörg Hansen und der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Manfred Breiter die jüngsten Aussagen der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und ihres Kollegen aus dem Landtag, Lars Winter, zu der Notwendigkeit des Ausbaus der Stromnetze in Ostholstein.

Bekanntlich hatten ja Bettina Hagedorn und Lars Winter kürzlich auf einer Veranstaltung die Auffassung vertreten, der Bau einer 380 KV-Leitung sei in Ostholstein nicht notwendig. Und dies gerade zu dem Zeitpunkt, als der Bundesrat die Aufnahme der sogenannten Ostküstenleitung in den Netzentwicklungsplan gefordert hat.

Auch ein wichtiges Wahljahr rechtfertige es nicht, derart populistische, aber unsachliche, Forderungen in Umlauf zu bringen, sagte Manfred Breiter. Natürlich sei Niemand von dem Bau neuer Stromtrassen begeistert. Wer aber die Erzeugung von Windstrom wolle, der müsse auch dafür einstehen, dass er dahin komme, wo er gebraucht werde, sagten Hansen und Breiter.

Es bleibe dann wohl auch das Geheimnis von Lars Winter, warum eine 110 KV-Leitung ausreiche, sagte der FDP-Kreisvorsitzende. Auch wenn sich derzeit die Abschaltungen wegen Leitungsüberlastung in Ostholstein noch in Grenzen hielten, so habe Lars Winter wohl übersehen, dass ein Ausbau der Windenergie nach der Fortschreibung des Regionalplanes von derzeit 400 MW auf 1000 MW vorgesehen sei. Auf diese Veränderung müsse mit dem Bau von Stromleitungen sachgerecht reagiert werden, forderten Hansen und Breiter. Nur „Lieb Kind machen“ bei den Wählerinnen und Wählern, löse keine Probleme, sagte Manfred Breiter abschließend.

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