FDP Ostholstein: Haushaltsexpertin erläutert

Katharina Loedige (MdL) und Jörg Hansen
Katharina Loedige (MdL) und Jörg Hansen

Der Verkünder schlechter Nachrichten hatte bereits in der Antike einen schweren Stand. So kommt sie sich denn auch manchmal vor.

Katharina Loedige besuchte den Kreisvorstand der FDP in Stockelsdorf. Als wirtschaftspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP Landtagsfraktion gilt sie als einer der Architektin für den so dringend notwendigen Konsolidierungskurs in Schleswig-Holstein.

Selbst Heide Simonis lobte diesen Schritt und wünschte sich, dass sie die Kraft für einen solchen Kurswechsel gehabt hätte. „Es war nicht immer einfach, jede Maßnahme wurde in zähem Ringen durch verhandelt. Aber jedes Ministerium wurde in dieses große Gesamtpaket eingebunden“, ließ Loedige gleich zu Beginn einen Einblick hinter die Kulissen zu.
Durch die Medien liefen die Meldungen, wie schlimm es um den desolaten Haushalt stand. Um an weitere Unterstützung aus dem Bund zu kommen, müssen jährliche Einsparungen von 125 Millionen vorgenommen werden. Dabei ist die Zinslast bereits jetzt ein großer Brocken.
In einem feurigen Vortrag wurde das Paket erläutert, erstreckte sich über Einzelthemen wie die Uni Lübeck und Küstenschutzabgabe, ohne dabei das Gesamte aus den Augen zu verlieren. Dass man dabei zuweilen auch an Grenzen stieß, liegt in der Natur der Sache, denn hinter jeder Maßnahme stehen auch Interessen. Ein Dorn im Auge ist ihr beispielsweise die Bürokratie im Agrar- und Umweltbereich, sie wird aber auch durch EU-Vorgaben initiiert.

„Wenn ein einzelner Aspekt heraus genommen wird, muss an anderer Stelle nachgewiesen werden, wo das Geld herkommen soll“, machte sie anhand des Beispiels Uni Lübeck deutlich und unterstrich, wie schwierig das zurückliegende Jahr war. Nun seien die Weichen aber in die richtige Richtung gestellt.

Nach knapp zwei Stunden Vortrag und Diskussion fand Ilse Tychsen, Neustadt, ein gutes Fazit: „Es ist wichtig, dass diese Informationen auch in der Bevölkerung ankommen, um auch Verständnis für den ein oder anderen schmerzhaften Einschnitt zu wecken!“ Dem stimmte die sonst so temperamentvolle Haushaltsexpertin dann etwas nachdenklich zu – wohl wissend, wie schwer es ist, diese Zahlen an die Frau und an den Mann zu bringen.

„Diese Zahlen sind wahrhaftig schwere Kost. Aber der eingeschlagene Weg ist richtig und für die Zukunft der nachfolgenden Generationen notwendig. Deswegen werden wir das Paket stemmen!“ so Kreisvorsitzender Jörg Hansen abschließend, der sich für den kurzweiligen Abend mit einem Blumenstrauß bedankte.

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